Die Überwältigung

Selbstgespräch unter Hausarrest.

Eine Stunde Nachtstudio im Hörfunk des Bayerischen Rundfunks

Am 18. März begann ich mit der Aufzeichnung meiner Meditationen über die coronische Krise in der wohnhäuslichen Isolationskammer. Das Selbstgespräch war auf einen Monat angelegt. Am 18. April sprach ich im Schlafzimmer die drei Stimmen und Stimmlagen meines ICHs in das i-phone ein. Die jeweilige Sprechhaltung erforderte zugleich eine je eigene Körperhaltung. Stimme 1 nahm ich im Kleiderschrank stehend auf, Stimme 2 auf allen vieren im aufgeklappten Bettkasten, Stimme 3 unter der über den Kopf gezogenen Bettdecke in das auf die Brust gelegte Telefon flüsternd. Das Ergebnis meiner vierwöchigen rechts-, moral- und staatsphilosophischen, individual- und kollektivpsyhologischen, wissenschafts- und wirtschaftsethischen Reflexionen in Rückkopplung mit persönlichen Sorgen, Gefühlen und Stimmungen sowie Originaltönen der jetzt schon ikonografischen Worte deutscher Spitzenpolitiker im Ausnahmezustand des März 2020 versteht sich als Versuch, das beispiellose Sozialexperiment eines Shutdowns ohne Shitstorm zu verstehen.

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